GGardening in Wien

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GGardening in Wien – und kein Ende in Sicht!
Ein kleiner Überblick, aktuelles zum Längenfeldgarten und Ideen/Positionierungen zum freien Gärtnern in der Stadt.

GuerillaGardening in Wien soll Freiräume schaffen, gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten von öffentlichem Raum thematisieren, sowie klarerweise neue Gartenflächen erschließen. Wir wollen, dass diese von Anwohner*innen und Interessierten in Eigeninitiative genutzt und verwaltet werden können. Dabei ist es uns wichtig auch Zugänglichkeit zu öffentlichem Raum zu thematisieren, das heißt interkulturelle Orte zu schaffen, an denen Begegnung ohne Konsumzwang möglich ist.

Vier Jahre gibt es die Guerilla Gardening Gruppe im Netzwerk KuKuMA. Angefangen hat alles mit einer Reihe von Workshops und kleinen Aktionen zum Thema – inzwischen hat der “Guerilla“ Boom auch Wien erreicht und alles was irgendwie mit dem Thema zu tun hat wird begierig von den Medien aber auch wissenschaftlich in der einen oder anderen Form aufgegriffen.

2009 wurde in Zusammenarbeit mit Beteiligten der CARETAKER-Initaitive das Guerilla Gardening Netzwerk Wien als eigenständige Vernetzungsplattform für Guerilla Gardening Aktionen in Wien initiert. CARETAKER trägt mit der philosophischen Linie (solidarisch leben, acht geben auf den Umgang mit Ressourcen, teilen, kleiner ökologischer Fußabdruck, ökologisch und nachhaltig leben) gemeinsam mit anderen Initiativen aus dem dezentralen KuKuMA (=Kunst-, Kultur- und Medien Alternativen) Netzwerk dazu bei, dass die GGardening Idee sich weiterentwickeln und wachsen konnte. So wurde für viele Treffen (vor allem zur kalten Jahreszeit) das Kaleidoskop genutzt. Die ideelle Verbindung mit anderen (gegen)kulturellen Projekten schafft eine Perspektive die über das Gärtnerische hinausgeht. So ist GGardening auch klarerweise Teil der Platz-da!? Plattform, die versucht Stadt und damit verbundene Prozesse (wie Gentrifizierung, Verdrängungsprozesse oder Kommerzialisierung im öffentlichen Raum) in Wien zu thematisieren. Diese Zusammenhänge sollen auch in Zukunft nicht zerreißen, das Längenfeld und Ggardening stehen als eigene Projekte im Bezug zu KuKuMA, CARETAKER und Platz-da!?. Sie aus diesem Kontext zu lösen würde heißen sie aus den horizontalen Netzwerken zu reißen und isolierte Inseln zu erzeugen.

Guerrilla Gardening – was heißt das für uns?
In erste Linie bedeutet das für uns nicht erst nachzufragen ob öffentliche Flächen gestaltet werden dürfen, sondern selbst direkt aktiv zu werden. Grün heißt für uns nicht die Monotonie von Rasenfläche, sondern eine große Vielfalt an Nutzpflanzen, die nicht nur der Zierde dienen. Durch diese grünen Oasen sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie es auch in der Stadt möglich ist Lebensmittel für den Eigenbedarf zu produzieren. Wir wollen brachliegende Flächen und “tote” Plätze umgestalten, den Stadtbewohner*innen und uns selbst zurückgeben und ein Stück Natur in die Stadt holen sowie Gärten für alle schaffen. Langfristig wollen wir Konzepte entwickeln wie Städte selbst-versorgend und selbst-verwaltet funktionieren können.
Auf der erst kurzfristig begrünten Fläche beim Tüwi wird bald gebaut wenn nächstes Jahr das alte Gebäude dem geplanten Neubau (inkl. Tüwi „neu“) weichen wird. Auch die Flächen von zwei GuerillaGärten die wir begrünt haben sind heute bebaut. Der Garten in der Siebenbrunnengasse musste ebenso wie das von Wohnungslosen als Schlafplatz genutzte Gebäude dahinter weichen. Bagger, Planierraupen und LKW machten unsere kleinen Beete platt ebenso wie erste Kommunikationsschritte in Richtung der temporären Bewohner*innen des nun zerstörten Hauses. Die begrünte Baulücke in der Johnstraße konnte nur einige Wochen als Treffpunkt dienen ehe die schweren Baumaschinen dem großartigsten Mangold, den wir je gesehen haben, sowie dem Rest der Brache, samt schmackhaften und wilden Rucola, ein Ende bereiteten.
Eine weitere kurz von uns genutzte Brachfläche ist immer noch ein Parkplatz – auch der aggressive Eigentümer der Fläche am Margaretenplatz wird noch vorhanden sein. Der von uns mitbegrünte Garten beim besetzten Augartenspitz besteht ebenso noch wie der Längenfeldgarten über den es im weiteren Text vorrangig gehen wird.

Abgesehen von den langfristig begrünten Gärten haben wir in den letzten Jahren einiges an Inhalten vermittelt und an (Samen-)Material in der Stadt verteilt. Als Gruppe haben wir bei verschiedenen Festen, Aktionstagen und Treffen mit Workshops, Infoständen und Lectures rund um das Thema GGardening beigetragen. So waren wir 2009 mit in Linz als dort an der Donaulände das „Neuland“ entstand ebenso mit dabei wie beim Autofreien Tag, dem Südwindstraßenfest oder der Konferenz für Ernährungssouveränität in Krems 2011. Jedes Jahr im Frühling ziehen viele Menschen durch die Stadt und bestücken Grün- und Brachflächen mit Samenkugeln. Zu den vermehrt auftretenden Sonnenblumen, Hanfpflanzen und anderen Gewächsen, die versuchen ihren Platz zu behaupten haben wir sicherlich unseren Teil beigetragen.

Zum Längenfeldgarten und was er bewirkt:
Der Längenfeldgarten entwickelt sich zunehmend zu einem Ort der Begegnung und des produktiven sozialen Miteinanders. Eine steigende Anzahl an Menschen aus der Nachbarschaft interessiert sich für die Aktivitäten im Garten und hilft beispielsweise beim Gießen. Bisher wurden viele positive Rückmeldungen auf die neue Nutzbarmachung der Fläche an uns herangetragen.
Auch die Nutzer*innen des Sportplatzes und der Skate-Rampe zeigen größtenteils Interesse. Besonders positiv wurde die mehrsprachige Beschilderung des Komposthaufen, sowie Workshops für Kinder angenommen.
Wir bekommen zunehmend Rückmeldungen über unseren Blog von neuen Menschen, die
Interesse an selbst-organisiertem Schaffen von Gärten haben. Wir freuen uns über weitere Kontakte, aber auch über Sachspenden und Pflanzen.

Seit eineinhalb Jahren gibt es nun als Fix-Punkt in unserer Arbeit als urbane Gärtner*innen das Längenfeld. Der Garten bei der Längenfeldgasse entstand als wir uns durch die Zerstörung der anderen bisher genutzten Gärten nach einer neuen Fläche umsahen. Die ungenutzte Ecke in der sogenannten „Linse“ schien perfekt als Ergänzung zu dem bereits bestehenden Mini-Skatepark, den Basketballbereichen und den Bänken und Tischen, die von Vielen zum Abhängen genutzt werden. Im Gegensatz zu den früher genutzten (privaten) Flächen ist diese im Besitz der Stadt Wien (bzw. WienerLinien) was Hoffnung auf ein längerfristiges Bestehen des Gartens aufkommen ließ. Als eine Hand voll Leute haben wir dann gemeinsam mit anderen Menschen aus der nahen Umgebung, die ebenfalls Interesse hatten, den Garten gestartet.

Wie bei anderen Gärten geschah das nach unserer Philosophie als Guerilla Gärtner*innen ohne großartig nachzufragen oder bürokratische Wege zu gehen. Mit Spaten, Schaufeln und vorgezogenen Pflanzen begannen wir den ersten Teil der freien Fläche zu begrünen und in einen Garten umzuwandeln. Dabei blieben wir weitestgehend ungestört und sind es auch heute noch.

Von Reaktionen und öffentlichen Stellen:
Abgesehen von gelegentlichen Besuchen der lokalen Polizeistreife gab es bisher keinerlei Kontakt mit Behörden. Wir gehen davon aus, dass sowohl Bezirk als auch die Wiener Stadtgärten über die Nutzung Bescheid wissen (sie wurden von diversen Journalist*innen zu unseren Garten befragt). Von uns genutzte Flächen werden vom Stadtgartenamt nicht mehr gemäht. Der Längenfeld-Garten befindet sich somit unbürokratisch in seiner 2.Saison.

So weit so gut – und nun zum Ausblick:
Nach zwei intensiven Jahren möchten wir als Gruppe, die das Längenfeld bearbeitet, bespielt, mitgestaltet und organisatorisch begleitet hat, dies nun ab- und weitergeben. Viele von uns werden im nächsten Frühling nicht in Wien sein, haben andere Baustellen oder Lust auf neue Gärten und Aktionen. Da es schade wäre wenn der aktuelle Garten wieder zu einer einfachen Rasenfläche werden würde wollen wir aktiv dazu beitragen, dass sich auch nächstes Jahr Leute für den Garten verantwortlich fühlen. Deswegen wollen wir unser Wissen und unsere Erfahrungen weitergeben und würden uns auch wünschen wenn für uns wichtige Ansprüche weiter berücksichtigt werden.

Zu unseren Motivationen:
Wir sehen Natur und Stadt nicht als Widerspruch und finden das Pflanzen mehr als nur eine behübschende Rolle zukommen soll. Wir wollen versuchen Stadt als lebenswerten und selbstbestimmten, selbstgemachten Raum zu leben und eine Stadt „von unten“ zu gestalten, die für alle gleichermaßen öffentlich ist. Durch das gemeinsame Arbeiten wollen wir Menschen zusammenbringen und auch Spaß am Gärtnern haben. Durch unsere Aktionen und Projekte sollen kollektive Räume entstehen die nicht zwangsläufig der Logik von Eigentum folgen sollen. Als Zielgebiete stehen uns hierbei alle ungenutzen Flächen in der Stadt zur Verfügung ebenso wie Objekte die bebaut werden sollen oder mit denen spekuliert wird. In unseren Gärten sollen essbare Pflanzen aus biologischem und natürlichem Saatgut wachsen, wir wollen dadurch versuchen möglichst regionales und gutes Essen selbst zu machen, und das vom Samenkorn bis zur Gaumenfreude. Nicht zuletzt soll dabei der Raum für Utopien entstehen und andere Menschen motiviert werden selbst zu handeln.

Dabei versuchen wir verschiedene Grundsätze einzuhalten und durchzusetzen. Der Garten und die von uns gestalteten Projekte sollen offen für alle sein, auch ohne Vorwissen über Gärtnerisches oder Politisches sollen sich Menschen wohlfühlen, sowie Austausch und gegenseitiges Lernen möglich sein. Das heißt auch alle dürfen pflanzen, ernten, dabei sein, sich einbringen.
Wir sind uns dessen bewusst, dass es in unserer Gesellschaft Muster und Faktoren gibt die andere ausschließen und verletzten. Diese Muster werden tagtäglich von Medien, Politik und kulturellen Umgang reproduziert. Wir wissen, dass es schwer ist diese Muster zu bekämpfen und das was sie mit Menschen machen zu ändern. Dennoch wollen wir rassistisches, sexistisches, homophobes oder sonstig diskriminierendes Verhalten nicht dulden. Wer Grenzen von anderen verletzt oder Dinge wie ein „nein“ nicht respektieren kann hat bei uns oder in einen von uns besetzten Garten nichts zu suchen.
Kommerzielle Räume schließen aus – wir sind gegen Geld und den Zwang der damit verbunden ist, auch wollen wir uns nicht von öffentlichen Geldern (Förderungen, usw.) abhängig machen. Lieber finanzieren wir uns über freiwillige Spenden (gerne auch Sachspenden). Ein interkulturelles Miteinander ist für uns wichtig, wir glauben an eine Welt in der viele Welten platz haben und finden Integration (im Sinne von Zwangsanpassung) scheiße.
Wenn wir gemeinsam ein Projekt machen haben wir die Erfahrung gemacht, dass durch das Miteinander alles was gebraucht wird zusammenkommt. Jede*r soll und kann etwas einbringen – und das abseits von Leistungsdruck und dem Zwang zu funktionieren. Auch versuchen wir durch unser Projekt keine anderen Menschen oder Ressourcen zu schädigen. Wir kochen deswegen biologisch oder dumpstern, versuchen unsere Produkte direkt und regional zu beziehen, finden Gentechnik und Patente auf Nahrungsmittel und Saatgut ebenso ablehnenswert wie Lohndumping, schlechte Arbeitsbedingungen und Pestizide. Autos stinken und nehmen uns Lebensqualität, motorisierter Individualverkehr ist überflüssig und Parkplätze stehlen uns den Platz für Gärten (ach wie schade, dass Beton nicht brennt :)…
Für freie Flächen die Allen gehören – für CreativeCommons und die Allmende!

Zu unserem Verständnis als GuerillaGärtner*innen
Es soll grundsätzlich möglich sein Aktionen zu machen ohne dass nachgefragt werden muss. Wir agieren autonom und versuchen dabei Raum zu schaffen, der von vielen genutzt werden kann. Durch unsere Aktionen wollen wir Natur zurück in die Stadt tragen und Ressourcen für alle zugänglich machen. Zugang und Nutzung von Land soll nicht ein Privileg weniger sein, sondern die Möglichkeit aller.
Gegen eine Legalisierung von ehemaligen GuerillaGärten spricht nichts – solange dabei die jeweiligen Grundsätze erhalten werden und alle Beteiligten einverstanden sind. Die Legalisierung von Gärten hin zu Community Gardens kann eine langfristige Absicherung der Fläche bedeuten.
Mehrsprachigkeit ist wichtig um nicht nur sprachprivelegierte Bewohner*innen anzusprechen, auch wollen wir die Menschen die in der Umgebung von Gärten oder im Umfeld von Aktionen leben ansprechen. Das heißt wir verteilen Flyer in der Nachbarschaft und versuchen diese ebenso wie Texte und Aussendungen in verschiedene Sprachen zu übersetzen.
Wir wollen uns als freie Gärtner*innen nicht instrumentalisieren lassen. Mit Medien, die wir nicht mögen, werden wir nicht zusammenarbeiten, Parteien schließen wir als Kooperationspartner*innen ebenso aus wie starre Institutionen oder Gruppen, die uns vereinnahmen wollen.
Wir wollen gefragt werden wenn jemand von und Fotos oder sonstige Aufnahmen macht, auf unserem Blog werden keine Gesichter von uns zu finden sein.

Zur bisherigen Organisationsform:
Als GuerillaGärnter*innen verstehen wir uns als selbstbestimmter und unabhängiger (=autonomer) Zusammenschluss. Hierarchien sind ausschließend und erzeugen Eliten. Deswegen versuchen wir Organisationsformen zu finden, die ein gemeinsames Miteinander möglich machen. Für uns heißt das, dass wir keinen Verein oder formalisierte Strukturen (mit Anführer*innen, Vorsitzenden,…) brauchen um uns zu organisieren. Jede*r hat das dasselbe Stimmrecht, alle sollen zu Wort kommen können und Wissen gehört unter allen geteilt. Entscheidungen die alle betreffen werden in Übereinkunft (=Konsens) getroffen. Einwände sollten ernst genommen werden, wenn möglich aber an alternative Vorschläge gekoppelt werden. Wissen zu teilen heißt auch Passwörter weiterzugeben und Informationen zu teilen. Fähigkeiten wie Umgang mit Medien, Bearbeitung des Web-Blogs oder gärtnerisches Können gilt es zu vermitteln, wenn ein Mensch Interesse am jeweiligen Arbeitsfeld hat. Bei Treffen sollte es zudem immer Protokolle geben um auch für nicht anwesende Menschen transparent zu machen was passiert ist, auch macht es bei Diskussionen (und oft auch einfach so) Sinn Redner*innen Listen zu führen und die zu besprechenden Punkte zu sammeln sowie einen Zeitrahmen abzumachen. Wer sprechen will soll aufzeigen, die internationalen Handzeichen sind ebenfalls praktisch. Moderation und Protokoll soll niemals von derselben Person gemacht werden und die Aufgaben sollten von Treffen zu Treffen wechseln.

Um uns zu organisieren gibt es regelmäßige Treffen, bisher haben wir dabei das Praktische mit dem Organisatorischen verbunden und ab und zu extra Treffen für Theorie eingelegt. So gab es mehr oder weniger regelmäßig jeden Dienstag Gartentage an denen ab ca. 16h im Garten gearbeitet wurde und wir uns zu einen späteren Zeitpunkt zum Besprechen zusammengesetzt haben. Nett ist es immer auch wenn sich einige darum kümmern, dass etwas zu essen da ist – hungrig bespricht es sich schlecht. Zusätzlich zu den Treffen verwenden wir e-mail Verteilerinnen um Protokolle und Termine zu teilen sowie einen Web-Blog für allgemeine Infos.

Die kalte Jahreszeit haben wir bisher immer zum Planen und für Theoretisches verwendet. Der Winter bietet Zeit zum Anschauen von Filmen und Dokus, zum Schreiben von Texten und zum Planen der Gartenaktivitäten des nächsten Jahres. Je näher das Frühjahr kommt, desto regelmäßiger sollten Treffen wieder stattfinden, auch Ideen und Visionen zu konkretisieren, kann in dieser Zeit Motivation schaffen. Gerade in der Übergangszeit ist es gut bei Schlechtwetter einen zusätzlichen gut erreichbaren Raum zu haben. Im Sommer braucht es unbedingt einen Gießplan – das ist etwas, das in diesem Sommer verabsäumt wurde und sehr schlecht für den Garten war.

Informiert euch über Pflanzen, was essbar ist, organisiert Workshops die zum Thema passen im Garten, gestaltet die Umgebung und lasst das Projekt und den Garten wachsen.

Bis wir uns aus dem Garten zurückziehen gibt es noch einige Termine an denen wir vor Ort sein werden um unser Wissen und unsere Erfahrungen zu teilen sowie um Fragen zu beantworten und den Garten winterfest zu machen. Bis dann vielleicht 🙂

Widerstand ist fruchtbar!


Die nächsten GGardening Treffen im Längenfeld:
Dienstag der 11.10.2011 ab 16h
Dienstag der 25.10.2011 ab 16h

sonst gibt es Kontakt zu uns wie gehabt via:
ggardening [at] kukuma.info
http://ggardening.blogsport.eu

Mailinglisten:
https://lists.lnxnt.org/mailman/listinfo/ggardening
Für den Längenfeld-Garten gibt es eine eigene Liste:
https://lists.lnxnt.org/mailman/listinfo/ggarden-laengenfeld

Der Text als PDF zum Ausdrucken

über die Gruppe

GGardening gibt es als wachsende Gruppe seit 2008 als Teil des KuKuMA- Netzwerkes.

KuKuMA = ein dezentrales Netzwerk für Kunst-, Kultur- und Medien Alternativen mit selbständigen Gruppen in verschieden Bereichen (z.B.: Veranstaltungsraum, Zeitungsprojekt, Projekt-Planungsgruppe, uvm.).

Ein starkes Ziel des Netzwerkes ist gegenseitiges Unterstützen sowie das ermöglichen und realisieren von Ideen und Projekten die gegenkulturelle Alternativen zur neoliberalen Hegemonie (=Vorherrschaft) darstellen.

GGardening = eine selbständige Gruppe in diesem Netzwerk die sich mit Stadtbegrünung und Guerilla Gardening theoretisch und praktisch auseinandersetzt.

Begrünungsaktionen mittels Seedbombs (Rezept in kürze) und intensiver allgemeiner Austausch über die Thematik Stadtbegrünung stehen ebenso an wie konkrete Begrünungs Aktionen von Brachflächen und Baulücken.

Die Ziele und Motivationen der Aktivist*innen sind unterschiedlich, Kernpukte sind u.a.: Raumnahme, ökologischer Lebensraum, beleben von öffentlichen Raum, soziales Miteinander, Stadtbegrünung, sozialer Aktivismus, Rückeroberung von Natürlichen Räumen, arbeit gegen Gentrifizierung, Spaß an Gartenarbeit, direkte Lebensmittelversorgung, Allmende, und vieles mehr…

Die Gruppe ist offen, wenn du interesse hast dich zu beteiligen, kannst du dich einbringen und mitmachen!

in diesem Sinne:

“Begrünung findet Stadt
hier entsteht ein Gemeinschaftsgarten,
für eine grünere, lebenswertere Stadt!
Jede/r kann, darf, soll mitmachen…”