Stadtgärtner*innen united! – Permakultur im März

Dienstag, 4.3.2014 um 18h30
Seedballs basteln, verstehen und verwenden + Saatguttauschbörse!
Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

Seedball sind Kugeln aus Erde, Ton und Samen, die sehr einfach, günstig in großer Anzahl produziert werden können, und sich dank ihrer Wurffähigkeit leicht über die Stadt verteilen lassen. Wir werden bei diesem Workshop gemeinsam Seedballs basteln und praktische Tips zu Aussat im Garten und im öffentichen Raum austauschen. Dabei erzählen wir eine kleine Geschichte der Seedballs: Von ihrem Erfinder, Masanobu Fukuoka, der als Begründer der “natürlichen Landwirtschaft” zu den einflussreichsten Pionieren der Permakultur zählt, und von ihrer Verwendung als “Seedbombs” der Guerilla Gardener, die auf gärtnerische Weise den öffentlichen Raum zurück erobern.
Achtung!: Wenn ihr Saatgut habt, seid ihr herzlich eingeladen, es zum Tauschen und Verarbeiten mitzubringen! Es wird jedoch auch Saatgut zur Verfügung stehen, sodass alle, die Lust haben, auch basteln können.

Samstag, 15.3.2014 um 15h
Stadtgärten kennen lernen, vernetzen, Erfahrungen austauschen und einsteigen.
Akademie der Bildenden Künste, Schillerplatz 1-3, ÖH-Büro (Raum E5), 1010 Wien
im Erdgeschoß, nach dem Haupteingang links und um die Ecke weiter.

Menschen, die in Wien und Umgebung gärtnern, und die, die das gerne tun möchten, lernen sich in diesem Workshop kennen. Bestehende Gärten stellen sich vor, Interessierte können einen Überblick gewinnen und Anschluss finden, und es können sich gänzlich neue Initiativen gründen. In einer Diskussionsrunde widmen wir und der Vielfalt städtischer Gemeinschaftsgärten, und im Besonderem dem Tun und Werken der Gärtner*innen im öffentlichem Raum im Spannungsfeld zwischen Eigentumskultur und Commoning. Alle, die in diesem Jahr ihre Lust aufs Gärtnern (wieder) ausleben möchten, sind herzlich eingeladen!

es stellen sich vor:
Garten Wolfganggasse
Permakultur-Gemeinschaftsgarten-Initiative Favoriten
Guerilla Garten: Längenfeld
Garten-Polylog (angefragt)
Nachbarschaftsgarten Macondo (angefragt)

Anschließend gibt es die Möglichkeit für Diskussionsrunden in Kleingruppen zu gesammelten Fragestellungen und Ideen. Nach einer gemeinsamen Abschlussrunde geht das Programm in einen offenen Austausch über. Dafür laden wir alle ein für ein gemeinsames Buffet Essen mitzunehmen!

>>> Info zur Permakultur Workshop-Reihe – wir werden im April pausieren und melden uns dann mit einen neuen Paket an Terminen im Mai wieder bei euch!

Permakultur Workshops im Jänner und Februar (Ausblick März)!

Permakultur Workshops im Jänner und Februar (Ausblick März)!
Thema: Waldgarten

Waldgarten-Einführung
Der Waldgarten als „essbare Landschaft“ ist eine bekannte Form der angewandten Permakultur. Roland Teufl beschäftigt sich in seiner Diplomarbeit mit dieser nachhaltigen Form der Nahrungsmittelproduktion und hat 2013 mehrere Waldgärten in Europa besucht und erforscht. Im selben Jahr fiel auch der Startschuss für den Waldgarten in der Gemeinde Allhartsberg (Niederösterreich), an dem er sich beteiligt. Er gibt einen Einblick in die Grundlagen der Waldgärtnerei, und wird vor allem mit viel Anschauungsmaterial von seinen praktischen Erfahrungen und Erlebnissen berichten.

Zeit und Ort: Di, 7.1.2014, 18:30
Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

Waldgarten-Vertiefung
Für Permakultur-Praktiker*innen und alle, die es werden wollen: Planung und Design eines Waldgartens, Heckenpflanzung, Pflanzengilden. Input und Übung.
Menschen, die einen Waldgarten planen, sind herzlich eingeladen, Pläne, Fotos und Ideen zum gemeinsamen Besprechen mitzubringen!!!

Zeit und Ort: Sa, 1.2.2014, 15:00
PerpetuuMobile 2.3, Geibelgasse 23, 1150 Wien

Waldgarten-Film: A Forest Garden Year – with Martin Crawford
Flüsterübersetzung falls wer kein englisch kann;

Gardener Martin Crawford takes you through the seasons in his Devon forest garden, and shows you how to plan your planting to mimic the layering, density, and diversity of a forest. Fifteen years ago, inspired by the pioneering work of Robert Hart, Crawford moved from conventional organic gardening to creating a forest garden from a bare field. Today his garden is a wonderful example of what can be done with a minimum of effort to produce an abundant crop of unusual edible trees, plants, shrubs, and ground cover.

Zeit und Ort: Di, 4.2.2014, 18:30
Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

Permakultur im März: Vernetzung- Austauschtreffen
für alle Guerilla-Gardeners, Gemeinschaftsgärtner*innen und alle die Stadt grüner machen wollen – reclaim the city!!

Zeit und Ort: Di, 4.3.2014, 18:30
Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

weitere Ankündigungen:

Im Kaleidoskop:
Dienstag 14.01.2014 ~ 19h30 Screening: “A sud di Lampedusa” (South to Lampedusa) english subtitles
doc2007 – prod CeSPI-SID, Prix Accardi
The journeys of African migrants through the Tenerè Desert from Niger to Lybia and their expulsion by the Libyan police.

Dienstag 21.01.2014 ~18h30 Eine neue Ära neoliberaler Globalisierung?
Von den Mythen des TTIP zur zivilgesellschaftlichen Gegenstrategie

Im Sommer 2013 startete die Europäische Kommission offiziell die Verhandlungen eines Freihandelsabkommens mit den Vereinigten Staaten von Amerika, der sogenannten „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP). Den Angaben der Europäischen Kommission folgend handelt es sich bei dem geplanten Abkommen um eine wirtschaftspolitische Maßnahme welche den Wohlstand in den beiden Wirtschaftsregionen steigern würde ohne dabei Kosten zu erzeugen. Während die Europäischen Kommission bewusst versucht die Debatte auf mögliche ökonomische Gewinne zu lenken wird hinter verschlossenen Türen die Umsetzung jener neoliberalen Interessen großer Konzerne verhandelt welche im Rahmen der multilateralen WTO Verhandlungen der letzten Dekaden ins Stocken geraten sind. Ein Kernelement der breit angelegten politischen Maßnahmen ist dabei die Schaffung eines Investmentschutzabkommens. Dabei handelt es sich um ein internationales Schiedsgericht bei dem Großkonzerne Staaten klagen können wenn diese ihre erwarteten Gewinne, auf Grund von Gesetzesänderungen wie etwa Mindestlöhne oder das errichten von Umweltschutzstandards, gemildert sehen.

In dem Vortrag „Von den Mythen des TTIP zur zivilgesellschaftlichen Gegenstrategie“ werden die wichtigsten Eckpunkte der TTIP Debatte vorgetragen, Argumentationspunkte zur Dekonstruktion des Mainstreamnarrativs vorgestellt, sowie zivilgesellschaftliche Gegenstrategien diskutiert.

Weiterführende Literatur (online):
Theurl Simon (2013): http://blog.arbeit-wirtschaft.at/freihandelsabkommen-zwischen-usa-und-eu-ttip-des-kaisers-neue-kleider/
Euromemorandum 2014: Kapitel 7 http://transform-network.net/uploads/tx_news/EuroMemorandum_2014__2_.pdf

Im Tüwi:

16. Januar 2014 – 20:00 Waldgarten Solifest
RUMBLE in the JUNGLE – für einen Gemeinschafts-Waldgarten im Mostviertel…
Mit Ost in Translation (Balkan,…) – TÜWI’s legendary hausband 😉
tba…
DJ Steadyrock (Jungle, Reggae)
Leckereien: Soli-Glühmost ausn Most4tl 🙂 /// Soli-Cocktailbar

Durch das Fest soll ein Waldgarten in der Gemeinde Allhartsberg (Niederösterreich) unterstützt werden. Im seit 2013 bestehenden Gemeinschaftsgarten, wurden im Herbst 2013 ca. 30 Bäume und Sträucher gesetzt, gemulcht und gegen Wildverbissschutz geschützt. Über die nächsten Jahre soll hier ein Waldgarten, mit mehreren Schichten (ähnlich wie im Wald) an essbaren und nützlichen Pflanzen wachsen.

Der Waldgarten soll für alle offen und nutzbar sein – eine Allmende/Common, die von allen beerntet, gepflegt, genutzt, angeschaut und belebt werden kann.
Um die Erstpflanzung und alle nötigen Anschaffung zu finanzieren, sind wir als nicht kommerzielles Projekt auf Spenden, Förderungen und SOLIFESTE angewiesen.
Kommt und sagts weiter…

Saatgut- Austausch- und Schenktage:
Wir laden euch herzlich ein, am:
Dienstag, 21.1. > 14 – 18 Uhr
Mittwoch, 12.3. > 14 – 18 Uhr

in den TÜWI-Hofladen zu kommen, um Saatgut zu tauschen, zu schenken oder sich beschenken zu lassen. Neben Saatgut für Gemüse, Kräuter, Bäume, u.a.m. kann in gemütlicher Atmosphäre auch Wissen und Erfahrung über Anbau, Sorten, Verarbeitungsmöglichkeiten, oder was euch sonst so einfällt, getauscht und geschenkt werden.

Ort: Peter-Jordan-Straße 76


Gegen Patentierung, Lizenzierung und ökonomische Verwertung unserer Agrobiodiversität!
Für Vielfalt und freies Saatgut!

Solidarische Landwirtschaft (SoliLa) unterstützen!

Seit 04.05. gibt es in Wien Donaufeld (Drygalskiweg 49, im 21.) eine Raumnahme der Gruppe SoliLA. Bereits letztes Jahr wurde mit dem Anspruch eine Gemeinschaftsunterstütze Landwirtschaft (Community-Supported Agriculture) aufzubauen eine Fläche in Jedlersdorf (im Besitz der Universität für Bodenkultur) besetzt, die dann brutal von der Polizei geräumt wurde;

Dazu gibt es eine Kurzdoku:

Gekommen um zu bleiben from Schwarze Rettich on Vimeo.

Hier der Aktuelle Flyer für 2013

Inzwischen gibt es auch eine Petition auf die wir gerne verweisen und die wir unterstützen:
https://www.openpetition.de/petition/online/solidarisch-landwirtschaften-solila-bleibt

Hier noch ein kurzer Bericht von WienTV:

Aktuelle Infos sowie Programm findet ihr unter:
http://17april.blogsport.eu/
Info- und Pressetelefon: 068181190065
E-mail: schwarzerettich@riseup.net

Moos-Graffitie sucht Pat*innen

Moosgraffiti sucht Pat*innen in Wien und St. Pölten.

Suche Paten und Patinnen für die Betreuung von Moosgraffittis in den nächsten Tagen bzw. Wochen.
Wien: Donauinsel, Donaukanal, Radweg am Wienfluss bei der Kennedybrücke
St. Pölten: Traisen rund ums Landhaus

Wichtig ist, dass die Graffities in den nächsten Tagen mit einer Sprühflasche gut feucht gehalten werden.
Wer hat Lust?

https://maps.google.at/maps/ms?msid=208844638485047401668.0004dae35693b8c67f0ab&msa=0&ll=48.2288%2C16.408591&spn=0.001394%2C0.004251

Forderungen der protestierenden Flüchtlinge

Die verschiedenen Gruppen und Aktivist*innen des Netzwerk KuKuMA unterstützen die Forderungen der selbstorganiserten Flüchtlinge!

mehr Infos finden sich unter: http://refugeecampvienna.noblogs.org/

twitter: #refugeemarch sowie #refugeecamp

Bewegungsfreiheit für alle Flüchtlinge! We will rise!

FORDERUNGEN DER PROTESTIERENDEN FLÜCHTLINGE

Wir sind Flüchtlinge, in Österreich angekommen um Asyl zu suchen und hier ein neues Leben aufzubauen. Unsere Länder sind zerstört, durch Krieg, Militärgewalt, und Armut aufgrund kolonialistischer Politik. Wir kommen aus Pakistan, Afghanistan, Somalia, Nigeria, Gambia, Syria, Kurdistan, Iran und anderen Ländern und sind nun hier im Flüchtlingscamp Traiskirchen. Wir dachten, dass wir in diesem Camp Hilfe und Unterstützung von Österreich bekommen, aber was wir hier gesehen und erfahren haben, ist, dass der österreichische Staat bisher nicht gezeigt hat, dass wir willkommen sind. Wir verharren im Flüchtlingscamp unter sehr schlechten Bedingungen.

Wir, die Flüchtlinge aus Traiskirchen erheben nun unsere Stimmen und fordern unsere Rechte. Wir verlangen von den Verantwortlichen folgende Verbesserungen:

1) Die Dolmetscher*innen, die während der Asylverfahren im Einsatz sind, müssen alle durch neue ersetzt werden. Diese Dolmetscher_innen arbeiten hier seit sehr langer Zeit, machen Witze über Betroffene. Es bestehen gravierende Kommunikationsprobleme. Die Dolmetscher_innen übersetzen teilweise absichtlich falsch – dies hat negative Auswirkungen auf die Gerichtsverfahren sowie die Interviews mit Behörden/Beamten. Die Folge sind oftmals negative Bescheide sowie schnelle Abschiebungen. Es gibt mehrere Fälle, in welchen in diesem Zusammenhang bereits innerhalb 2 Wochen der zweite negative Bescheid ausgehändigt wurde.

2) Nachdem Erhalt eines zweiten negativen Bescheides verlangt das Gericht von uns Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren in der Höhe von 220 zu zahlen. Im Falle einer Nicht-Erbringung kam es in mehreren Fällen zu Haftstrafen. Das ist inakzeptabel weil wir keine Kriminellen sind, uns ist es als Asylsuchende lediglich nicht erlaubt zu arbeiten. Wir fordern, diese Gebühren nicht mehr zahlen zu müssen.

3) Alle Abschiebungen müssen gestoppt werden. Es muss den Menschen möglich sein, hier zu bleiben oder in ein weiteres Land zu gehen.

4) Wir fordern mehr Dolmetscher_innen für Arztbesuche, insbesondere Übersetzer_innen der Urdu Sprache.

5) Wir fordern generell mehr Ärzte und Ärztinnen für Flüchtlinge.

6) Es gibt viele Überstellungen in abgeschiedene, ländliche Gegenden. Das muss gestoppt werden da vor Ort benötigte Infrastruktur nicht gewährleistet wird. Die Menschen haben keinen Zugang zu Rechtsanwälten oder Möglichkeiten zum Einkaufen. Das bedeutet für Flüchtlinge faktisch Isolation, da sie derzeit nicht zu benötigter Hilfe kommen.

7) Im Camp selbst müssen Deutschkurse und Berufsvorbereitungskurse mit Praxis-Schwerpunkt z.B. im handwerklichen Bereich eingeführt und abgehalten werden. Auch für die Deutschschule brauchen wir Übersetzer_innen.

8) Kinder von Familien, die im Camp leben, müssen in reguläre lokale Schulen mit ortsansässigen Kindern gehen können.

9) Das Essen muss gesünder und nahrhafter sein. Die Flüchtlinge müssen die Möglichkeit haben, sowohl selbst zu kochen als auch das Essen in ihre Zimmer mitzunehmen.

10) Saubere und gute Kleidung und Schuhe für alle Jahreszeiten muss zur Verfügung stehen.

11) Die Arbeitsbedingungen im Camp müssen verbessert werden und der Betrag, der für Reinigen und Kochen bezahlt wird ist nicht ausreichen.

12) Tickets für den Öffentlichen Verkehr müssen unentgeltlich angeboten werden, zumindest für 3 Tage, so das jede und jeder die Möglichkeit hat, das Land, die Menschen, deren Leben kennenzulernen. So ist es auch möglich, zu Rechtsinformationen zu kommen und sich um den eigenen Fall rechtlich zu kümmern.

13) Wir benötigen einen Friseur für Männer und Frauen.

14) Das Taschengeld in der Höhe von 40.- monatlich ist absolut nicht ausreichend und muss erhöht werden.

15) Wir benötigen dringend diverse Sanitärartikel. Artikel wie Nagelscheren, Spiegel,..

– es sind nicht einmal Spiegel in den Badezimmern vorhanden(!).

16) Im Flüchtlingscamp sind wir vom Rest der Welt isoliert weil wir keinen Internetzugang und kein Fernsehen haben. Wir benötigen beides, um Kontakt mit unseren Familien und Freunden zu haben. Obwohl wir im 21sten Jahrhundert leben haben wir keinen Zugang zu modernen Medien sowie modernen Formen der Kommunikation. Wir fordern freien Internetzugang in den Camps und TV mit Sat-Empfang um Informationen von der Welt zu erhalten.

Wir fordern diese grundlegenden Rechte von der österreichischen Regierung, der Europäischen Union, für Flüchtlinge weltweit. Wir ersuchen die österreichische Regierung, ihrer Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen nachzukommen.

Wir werden unsere Aktionen solange fortsetzen, bis unsere Stimmen gehört, und unsere Forderungen erfüllt sind.

Bewegungsfreiheit für alle Flüchtlinge!

We will rise!

21.November 2012