Tag des kleinbäuerlichen Widerstands 17. April

Geschichte des 17. April
(von: http://17april.blogsport.eu/)

Am 17. April 1996 wurden in der Stadt Eldorado dos Carajas im Norden Brasiliens 19 Aktivisten der Landlosenbewegung MST (Movimiento dos Trabalhaderos Rurais Sem Terra) von Polizeikräften brutal ermordet. Mitglieder von La Via Campesina, die sich gerade zu ihrer zweiten internationalen Konferenz in Mexiko versammelten, antworteten mit dem Marsch auf die brasilianische Botschaft und riefen den 17. April zum internationalen Tag des Widerstands und der Aktion gegen alle Formen von Unterdrückung der ländlichen Bevölkerung aus.

was passiert in Wien?

(von: https://at.indymedia.org/node/22717)

Aufruf zur Landbesetzung
– 17. April – Tag des kleinbäuerlichen Widerstands 2012 in Wien

Nehmen wir den 17. April, den Tag des kleinbäuerlichen Widerstands zum Anlass, um unsere Vorstellungen einer zukunftsfähigen und sozialen Stadt-Landwirtschaft in die Praxis umzusetzen.

Wir wollen auch in Wien diesen Tag nutzen um die Thematik Zugang zu Land hier und global zu diskutieren und uns konkret Zugang zu Land verschaffen und dieses dauerhaft beleben.

Wir sind gekommen um zu bleiben!

So sind wir Teil der globalen und lokalen Kämpfe um Land und den Landnahmen und vielfältigen Aktionen, die jedes Jahr am 17. April stattfinden.

Viele landwirtschaftliche Flächen in Wien sind aktuell Opfer der Bauspekulation, wie am Donaufeld sichtbar wird, wo fruchtbares Land weiteren, auf ökonomische Verwertungsinteressen ausgerichteten Bauprojekten weichen soll. Täglich gehen in Österreich 15 – 20 ha Boden unwiederbringlich als Bau- und Verkehrsfläche für die Landbewirtschaftung verloren. Das ist nicht nur für unser Ernährungssystem, sondern auch durch den Verlust des CO2 Speichers Boden für den Klimawandel eine folgenreiche Katastrophe.

Gerade in vielen westeuropäischen Städten sind Menschen von immenser Infrastruktur abhängig um ausreichend mit Lebensmitteln versorgt zu werden. Wir wollen zu einem dringend notwendigen Gegenentwurf beitragen, in dem Städte nicht verdichtet und verbaut werden, sondern einen großen Teil der Eigenversorgung tragen können. Vor der eigenen Haustüre. In sozialer Interaktion mit den Produzierenden, in Interaktion mit der Produktionsgrundlage.

Wir wollen
fruchtbares Land kollektiv beleben und bewirtschaften. In Österreich basiert die einzig gängige Praxis, Zugang zu landwirtschaftlichem Grund zu bekommen, auf Kapital. In anderen Regionen der Welt sind bereits andere, genauso reale und konkrete Mittel erprobt, wie Landbesetzungen der MST in Brasilien, besetzte, bewirtschaftete Flughäfenerweiterungsgebiete in Frankreich und England….uvm….

Wir wollen gemeinsam gärtnern und einen Raum für nachbarschaftliches Miteinander öffnen, indem wir miteinander und voneinander lernen können. Wir wollen Freund*innen und Nachbar*innen mit Gemüse versorgen und das Produzierenden – Konsumierenden – Verhältnis neu gestalten. Nachhaltige ökologische Landwirtschaft ist uns genauso wichtig wie ein gemeinsames, selbstbestimmtes Organisieren einer Lebensmittelproduktion, die allen gut tut (weil sie sich jeder Marktlogik entzieht.) Weiterhin wollen wir Werkstätten errichten (z.B. Eine Fahrradwerkstadt) und zusammen mit den Schüler*innen der benachbarten Schule zusammenarbeiten/zusammen garteln/ alternative Bildung möglich machen?? In unserem von leckerem Obst und Gemüser umwucherten Garten sollen Mutgeschichten von einer lebenswerten städtischen Zukunft erzählt werden …

Uns ist es wichtig, dass die Ideen, Träume und Wünsche von Kindern in der Gesellschaft gehört und gesehen werden. Deshalb wollen wir aktiv einen Raum schaffen, den Kinder mitgestalten.

Es gibt Kinderprogramm!

!!!Kommt zahlreich mit Freund_innen, Kindern, Saatgut, Lebensmitteln, guter Laune, Werkzeug,… bringt euch ein mit Ideen, Workshops und Diskussion und macht Musik, Theater, Jonglage und was euch sonst noch alles einfällt!!!

Dienstag, 17. April ab 11:00 Uhr,
Gerasdorferstrasse 105, Wien

Wir fordern…
… Land denen die es bewirtschaften
(wollen)

… Ernährungs-, Saatgut- und
Landsouveränität

… das Recht auf kooperative, kollektive,
autonome, bedürfnisorientierte,
kleinbäuerliche Nahrungsmittelproduktion in Stadt und Land

… Stopp der Stadtverdichtung zulasten
selbstbestimmter Räume

…Mehr Gärten, mehr Sozialräume,
mehr Fahrräder und ihre Wege!

https://17april.blogsport.eu/

Infomaterial:

ANALYSEN UND PERSPEKTIVEN FÜR EINE NICHT-KAPITALISTISCHE LANDWIRSCHAFT

Der Reader “Widerstand ist fruchtbar. Analysen und Perspektiven für eine nicht-kapitalistische Landwirtschaft” beleuchtet verschiedene Facetten globaler Landwirtschaft – von Kämpfen um Land und Saatgut, über die Verwerfungen industrieller Landwirtschaft bis zu den weichenstellenden politischen Regulierungen. Außerdem werden verschiedene Konzepte und Kämpfe für eine andere Landwirtschaft vorgestellt. 79 Seiten

READER DES AKTIONSBÜNDNISSES GLOBALE LANDWIRTSCHAFT
ZUM G8 GIPFEL 2007
Download: http://attac-typo.heinlein-support.de/attac-typo3/archive/G8%20Heiligendamm/www.attac.de/heiligendamm07/media/text_dl/material/g8_agrar_reader_online.pdf

Workshop Dokumentation – Ernährungssouveränität
Ansätze im Umgang mit dem Konzept in Deutschland – Dokumentation eines in Berlin durchgeführten Workshops (12. April 2007)

»Diese Dokumentation bietet als Einstieg eine Übersicht über das Konzept der Ernährungssouveränität. Anhand von Beispielen aus der Praxis und Statements einiger Workshop-TeilnehmerInnen zum Konzept werden Ansätze der NGOs im Umgang mit Ernährungssouveränität skizziert.«
Download: http://www.germanwatch.org/handel/ernsouv07.htm

Reclaim the Fields – Bulletins

The Reclaim the Fields bulletins aims at facilitating the information transmission between the stars of the constellation, sharing the latest news and the current state of the process amongst the people or collectives already involved and allowing new people to catch up and join us, having at disposition the necessary background texts and a history of the debates.

Link: http://www.reclaimthefields.org/content/bulletins (there you can find also the print version)

Bulletin nº5, February 2012

Who are we?

Outcomes of the camp in Rosia Montana

Evaluation of the RtF tools
Reflection on the camp in Rosia Montana
This spring, headphones are the ‘in’ thing! (original in Spanish)

Follow-up from local groups

Le Sabot: Special Airport Rural Fight! (original in French)
Report from the 2nd French speaking gathering

Struggles Against Stupid Projects

Nuclear Power Plant Construction in Belarus
The Dam Plan in Portugal
Protest Against Mining in Turkey (original in German)

Peasant’s Struggles Beyond RtF

A European M ovement for Food Sovereignty (original in German)
Two Songs about the Diggers
Going Beyond our Backyards
Ecologist Struggles in Turkey

Download no5: http://www.reclaimthefields.org/sites/default/files/bulletin-rtf-5-en.pdf

Reader: Die Zeit ist reif für Ernährungssouveränität
Ernährungssouveränität. Reader zu den Aktionstagen an der Universität für Bodenkultur Wien am 8. und 9. Juni 2011.
http://www.viacampesina.at/cms/images/stories/Veranstaltungen/Veranstaltungen_andere_Anbieter/Reader_ES_Tage.pdf

Kleiner Film zu Ernährungssouveränität und GAP

Pics von der CM im Garten

eine wunderbare criticall mass mit recordverdächtigen 600 radelnden Menschen hat sich am Fr. 20 Mai durch Wien bewegt und ist schleißlich im Längenfeldgarten gelandet! Neben gemütlichem Ausklang in der Wiese mit Köstlichem- Voküessen vom Küchenfahrrad, kühlen Getränken, gabs Soli-Patches mit Guerilla Gardening Motiven und wurden weitere Beete gegraben. Später gabs dann Riesenseifenblasen und Feuershow – alles in allem ein sehr feines Fest! mögen weitere Gartenfeste folgen ; )

 

 

der längenfeldgarten wird aufgepeppt!

22. mai – schildmalen beim gartenpicknick
etwas traurig sah der garten nach dem vielen regen aus – einige umgeknickte pflänzchen mussten die motievierten, dem trüben wetter trotzenden gartenpirat*innen wieder aufpeppeln. und natürlich wurde bei der gelgenheit auch gleich ein weiteres beet gegraben, kürbisse, paprika und blumen gepflanzt..

..und natürlich ein buntes Schild gemalt! – lesbar für alle stadtauswärts U6 fahrer*innen!

reclaim the city!

11. mai -stadtgarten längenfeldgasse entsteht
mit spitzhacke und sparten bewaffnet machten sich heute einige guerillas spontan an die bepflanzung eines stück öffentlichen grünstreifens an der U4/U6 station längenfeldgasse. zwischen wienfluss und u-bahn, gleich hinter skate- und basketballplatz sind 1 beet und 1 hügelbeet entstanden. dort sprießen jetzt bereits junge  sauerampfer, paradeiser, petersilie, bohnen, kapuzinerkresse, kürbisse, paprike…und natürlich sonnenblumen!
und es ist noch viiieeel mehr platz da!
Kommt vorbei –  planzt was dazu und schenkt den pflänzchen ein paar tropfen wasser.
die stadt gehört uns allen – reclaim the city!

statdromantik pur ;  )

garten statt brache im 15.

fünfhaus ist auf dem besten weg einen neuen gemeinschaftsgarten zu bekommen. dafür sorgten am montag 3.5. eine hand voll guerilla gärtner_innen. mittels fahrrädern wurde kostbare erde von der baulücke im 5. zum neuen potenziellen gartenplatz nähe johnstraße geschafft. an der baulücke musste zunächst ein lästiger bauzaun und eine ziemlich dichte müllansammlung am äußeren teil der brache überwunden werden. dann allerdings kam die überraschung! in mitten der baulücke wuchert bereits köstlicher ruccola und mangold – die früchte eines seed-ball guerilleros, der letzten sommer hier seine grünen spuren hinterlassen hat! wenn das kein gutes zeichen ist ;  )
mit spitzhacke bewaffnet gingen die gärtner_innen ans werk. der großteils aus ziegeln bestehende boden wurde aufgerissen, die steine zu einer beetumrandung umfunktioniert. die sandige erde wurde mit feinster komposterde aufgemischt und kleine pflanzen eingesetzt.
1. positive resonanz erfolgte durch einen anrainer, der das fenster öffnete und den grünen guerillas ein säckchen mit saatgut zuwarf.

in den nächsten wochen soll der garten ausgebaut und erweitert werden!
die termine werden kurz vor aktion am blog bekannt gegeben.
jeder soll, darf, kann sich einbringen und mitwirken!

eine andere stadt ist pflanzbar!

2. mai pflanzaktion vor dem augarten

am sonntag 2.mai haben ein paar guerilla gärtner_innen gemeinsam mit den augartenspitzbesetzer_innen und großen wie kleinen besucher_innen des kinderfestes, teile des grünstreifens vor dem augarten gärtnerisch bebaut. es wurden erdbeerbeete von grasüberwucherung befreit und neue beete, welche mit salatpflanzen, kohl, blumen sowie vielen weiteren Gemüsesamen bepflanzt wurden, gegraben.